Aktualisiert: Juli 2010

Supervision

Was verstehe ich unter Supervision

Zieht man einen Vergleich aus der Sprache der Informationstechnologie heran, so könnte man Supervision als die “Software” der Organisationsentwicklung bezeichnen. Die “Hardware” dagegen bestünde in diesem Vergleich aus der Strategie einer Organisation, Ihrer Struktur und ihrem System des Qualitätsmanagements (z. B. ISO; EFQM).

Supervision ist diejenige Komponente der Qualitätssicherung, die sich - innerhalb des organisatorischen Rahmens - auf die handelnden Menschen und ihre Professionalität spezialisieren.

Mit diesem Begriff der “handelnden Menschen” (vergl. F. Glasl,1993) unterscheide ich zwischen zwei Dimensionen der Personalentwicklung (vergl. H. Petzold,1998):

  • der passiven Kompetenz: dem Wissen, der Kenntnis des Personals und der Organisation, die zum Beispiel durch Fortbildungen erweitert werden kann und
  • der aktiven Performanz: dem Transfer, dem erfolgreichen Handeln in der täglichen Praxis, das besonders durch Supervision und Coaching verbessert werden kann.

Durch Ihre Souveränität und Kollegialität in der alltäglichen Kooperation und Kommunikation garantieren die handelnden Menschen letztendlich den Erfolg einer Organisation. Sie sind aber auch Träger von Konflikten und signalisieren, dass es Störungen und Probleme in der Organisation gibt.

Hier bietet Supervision geeignete Lösungen an. Sie begleitet Mitarbeiter und Führungskräfte bei der Reflexion von Arbeitssituationen und bei der Weiterentwicklung ihrer Kooperation und Leistungen. Anders als formal-logistische Konzepte der Beratung setzt Supervision auf die Entfaltung der emotionalen Intelligenz und der sozialen Performanz innerhalb eines Unternehmens.

So bin ich überzeugt, dass erkannte Entwicklungsbedarfe, Probleme oder Defizite effizient behoben werden können, wenn Vertrauen, Einsicht und Bereitschaft für Weiterentwicklung und Veränderung gewonnen sind. Supervision und Coaching können in diesem Sinne auch als Partnerdisziplin bei  Prozessen der Neuorganisation, Sanierung und Innovation eingesetzt werden.

Eine optimale und breite Beratungsqualität bietet Supervision dann, wenn sie - neben ihrer sozialwissenschaftlich fundierten Praxis der Reflexion - auch über das praktische Können der Begleitung und Moderation von Projekten unmittelbar am Ort des Geschehens verfügt.

Supervision biete ich sowohl für einzelne Personen an, als auch für Teams oder Gruppen.

Handelt es sich um Beratungsthemen, die im wesentlichen nicht im unmittelbaren Bezug zur Dienstleistung an Kunden, Klienten, Patienten oder zum Produkt des Unternehmens stehen, sondern Themen der Führung berühren, spreche ich von Coaching. Coaching biete ich für einzelne Personen (Führungskräfte, Nachwuchskräfte, Projektleitungen) und für Leitungsteams und Projektgruppen (Teamcoaching) an. Bitte vergleichen Sie hierzu meine Seite: Coaching Basiskonzept.

Handelt es sich um Beratungsthemen, die im wesentlichen mit der Leitbild-, Strategie- und Qualitätsentwicklung einer Organisation zusammenhängen, spreche ich von Organisationsberatung. Auch für diese Form der Beratung und Begleitung stehe ich Ihnen mit meinen Erfahrungen als Organisationsentwickler im Verbund mit fachkundigen Netzwerkpartnern gern zur Verfügung.

Und bitte beachten Sie: Hintergrundkenntnisse der Organisationsberatung sind äusserst nützlich für die Durchführung von Supervisionen, insbesondere dann, wenn Supervision im Kontext grösserer organisatorischer Veränderungsprozesse steht (was heute übrigens sehr häufig, um nicht zu sagen: fast immer der Fall ist). Dieses meint übrigens nicht, als Supervisor den (heimlichen) Helfer der Organisation oder anders herum den Parteigänger der Basis zu spielen, sondern im Gegenteil, das rechte Maß des eigenen Handelns und die nötige Klarheit der Orientierung im Umfeld zu finden.

Je nach Bedarf und Fokus richtet sich das Augenmerk meiner Angebote also auf die Verbesserung unterschiedlicher Funktionen der “Wertschöpfung” aus. Diesen Begriff der Wertschöpfung verstehe ich übrigens nicht nur als ein rein ökonomisches Ziel, sondern auch im weiteren Sinne des Wortes: als Erkenntnis, Sinnerfassung oder als ethisch-kreatives Moment:

Supervision, Coaching und Organisationsberatung fokussieren und begleiten

  • Den unmittelbaren “Wertschöpfungsprozess” im direkten Kontakt mit Kunden oder Klienten (“Fallsupervision”);
  • Die Kommunikation, Kooperation und Koordination in der Teamarbeit (Teamsupervision);
  • Die Weiterentwicklung von Deutungsformen, Handlungsmodellen und Konzepten (Teamentwicklung);
  • Den kollegialen Austausch und die gegenseitige Vermittlung von Wissen und Erfahrung im team- und organisationsübergreifenden Zusammenhang (Gruppensupervision);
  • Die Reflexion von Führungsthemen und die Entwicklung von Führungskräften (Coaching);
  • Die Entwicklung von Leitungsgremien, Projekt- und Steuerungsgruppen (Teamcoaching);
  • Die Unterstützung bei der Qualitätsentwicklung, Innovation oder Transformation der Organisation (Organisationsberatung, Prozessbegleitung; Moderation);
  • Die lebendige, praxisbezogene Vermittlung von Fach- und Führungswissen (Training);
  • Die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, die Entfaltung von beruflicher Souveränität sowie die Reflexion und Gestaltung der Karriere- und Lebensplanung (Einzelsupervision, Einzelcoaching, Lehrsupervision).

Literaturhinweise:

  • F. Glasl: Dynamische Unternehmensentwicklung, 1993
  • H. Petzold: Integrative Supervision, Meta-Consulting & Organisationsentwicklung, 1998
BuiltWithNOF

[Home] [Werte] [Angebote] [Zur Person] [Supervision] [Coaching] [Management] [Projektmanagement] [Das richtige Format] [Fachforum] [Kontakte] [Links]