Aktualisiert: Juli 2010

Coaching

Was verstehe ich unter Coaching?

Definition

Coaching verstehe ich als eine spezialisierte Form der Beratung, die sich an Führungskräfte und ihre besonderen beruflichen Belange richtet. Coaching ist erfahrungs-, übungs- und transferzentriert und geht damit weit über klassische Konzepte der Führungskräfteschulung hinaus.

Ihre Beratungsanliegen betrachten wir beim Coaching gemeinsam: Aus unterschiedlichsten Perspektiven und auf vielfältige Art, also mit vielen Methoden.

Inhalte

Ich unterscheide zwischen: 1. klassischen Führungsthemen und Managementaufgaben, 2. unternehmensspezifisch-systemischen Aspekten und 3. persönlichen Faktoren. Im Coaching-Prozess werden wir diese unterschiedlichen Aspekte Stück für Stück bearbeiten:

Führungsthemen und Managementaufgaben

Hierzu gehört die enge Verbindung von Management- und Führungsaufgaben:

Zu den Managementaufgaben zählen Themen wie Strategieentwicklung, Planung, Kontrolle, Kontext- und Qualitätsmanagement. Zu den Führungsaufgaben zählen Themen wie Vermittlung von Orientierung, Personalentwicklung, Konfliktmanagement. Im Rahmen des Coachings werden die Instrumente reflektiert bzw. vermittelt, die zur Erfüllung der Management und Führungsaufgaben erforderlich sind:

Managementinstrumente sind z.B. das EFQM-Modell für Excellence, Kompetenzen der Moderation von Workshops, Netzwerken und Verhandlungsführung.

Führungsinstrumente sind z.B. Gesprächsführung, Konfliktklärung, Zielvereinbarungsgespräche, Feedback, Delegation und Zeitmanagement.

Unternehmensspezifische und systemische Aspekte

Die unternehmensspezifischen Aspekte beziehen sich auf die Kultur, die speziellen Anforderungen und Ziele eines Unternehmens. Dazu gehören Instrumente, die ein Unternehmen entwickelt hat: Das Leitbild und die daraus abgeleiteten Vorgehensweisen bei Führung und Management, eigene Beurteilungsverfahren, bevorzugte Führungsstile, aber auch wie man die Wirklichkeit versteht. Diese Eigenarten des Organisations-Systems werden aus soziologischer und systemtheoretischer Sicht betrachtet.

Persönliche Faktoren

Hier steht die Differenzierung und Entwicklung der persönlichen und sozialen Grundausstattung der Führungskraft - ihre persönliche Souveränität im Mittelpunkt. Überzeugendes Auftreten, Durchsetzungskraft, Integrationsfähigkeit werden durch “das Arbeiten an sich selbst” vertieft. Instrumente entlehnen wir hier aus dem Bereich der Supervision: Biographische Exploration, Awareness, Umgang mit Widerstand, Abwehr und Angst (Psychodynamik). Die hier gewonnenen Erkenntnisse werden ausgewertet, operationalisiert und durch Einübung in das Verhaltensrepertoire als Führungskraft integriert

Vorgehen

Aus den oben genannten Aspekten wird zusammen mit dem Kunden, ggf. zusätzlich mit dem Auftraggeber ein individuelles Anforderungsprofil zusammengestellt, das Themen, Lernziele, Erfolgskriterien für den Kunden, den Coachingprozess und das Setting enthält.

Soweit das Coaching nicht nur in Eigenregie einer Führungskraft gesucht wird, spielt das Interesse des beauftragenden Unternehmens (i.d.R. des Vorgesetzten) eine gleichberechtigte Rolle. Dem Konsens über einen Dreieckskontrakt zwischen Führungskraft, Unternehmen und Coach kommt somit eine erste bedeutende Funktion zu.

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